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Trotz eines schrecklichen Tages wirkte Oliver Glasner in seinem Spiel etwas zögerlich, da seine Organisation zu passabel wurde. Das Kernproblem von Eintracht Frankfurt bleibt das Spiel mit dem Ball im letzten Drittel.
Frankfurts Trainer Oliver Glasner wird den Clásico am Sonntagabend mit ziemlicher Sicherheit nicht verpasst haben, auch wenn er gerade von einer eher stressigen, aber erfolgreichen Bundesliga-Geschäftsreise nach Leipzig zurückgekehrt war. Was er dort sah, beim grandiosen 4:0-Triumph des FC Barcelona gegen den designierten spanischen Fußballmeister Real Madrid, dürfte ihn beeindruckt und in seiner Überzeugung bestärkt haben, dass Eintracht Frankfurt im europäischen Viertelfinale am 7. Juni und 14. Liga gewinnt. gegen die beiden spannendsten Spiele der letzten Jahrzehnte. Und die Leistung des FC Barcelona bei seinem ewigen Rivalen war von einer Brillanz, die mir fast den Atem nahm. Wie soll sich die Eintracht gegen diese Blaugrana behaupten?
Einfach wird es nicht, aber eines weiß Glasner sicher: Die Hessen werden sicher nicht so entspannt und lässig wirken, wie Real Madrid sich die Abwehr erhofft hat. Denn gerade auf die Frankfurter Defensive, wie die Torchancen in Leipzig erneut zeigten, kann man sich bis zu einem gewissen Grad darauf verlassen. „Die Dreierverteidigung hat beim Torhüter gut funktioniert, sie waren sehr diszipliniert und hatten viel Präsenz“, resümierte der Fußballtrainer nach der Null. Aber das Kernproblem in Frankfurt ist der Spielverlauf im letzten Drittel, in dem die Spiele entschieden werden. Manchmal spielen Frankfurts Offensivkräfte überraschende, ungenaue Fehlpässe, immer wieder vor die Füße des Gegners. Das beste Beispiel war Jesper Lindstrom. “Alles”, rief Trainer Glasner, als er am Sonntag gefragt wurde, was mit seinem Stürmer bei seinen beiden Freistößen vor dem Tor schief gelaufen sei. Die Eintracht kommt einfach nicht zu Ende, vermeidet mit „Fehlentscheidungen“ (Glasner) gute bis sehr gute Chancen. Und das ist kein Phänomen, das erst vor kurzem aufgetreten ist. Was den Fußballlehrer ärgert, ist die Tatsache, dass die Kombination bis zum letzten Pass teilweise „fantastisch“ war, im entscheidenden Moment aber der Ball im Nirvana gespielt wurde – auch das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison.
Null G an volle Kapazität
Genau diese Schrauben muss Eintracht Frankfurt anziehen. Geschosssicherheit, Passgenauigkeit, gefährlicher werden – das sind die Aufgaben, die es nun zu bewältigen gilt. Das Heimpublikum war damit nicht zufrieden Das Heimpublikum war damit nicht zufrieden. Auf der anderen Seite sieht Glasner Fortschritte, schließlich findet sich das Team in solch aussichtsreichen Situationen wieder.
Immerhin ließ die kleine Etappenstation mit dem Weiterkommen in der Europa League und sieben Punkten aus drei Bundesligaspielen etwas Hoffnung auf das Erreichen des siebten Tabellenplatzes, der uns zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigt, in der Conference League. Sie haben zwei Punkte Rückstand auf den 1. FC Köln. Und dieses Team ist zu einem Endspurt fähig.
Zumal ab den nächsten Heimspielen gegen Greuther Fürth am 2. April und den FC Barcelona am 7. April das Stadion erstmals seit zwei Jahren wieder komplett gefüllt werden kann, wie Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier am Montagmorgen betonte – es gebe „keine Kapazitätsengpässe “, sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz in der Eintracht. Außerdem soll „Null G“ gelten, sodass der Nachweis von Geimpften, Genesenen oder Getesteten nicht mehr erforderlich ist. Ob die Eintracht dennoch auf einer Maskenforderung beharrt, war am Montag.
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